Nerchauer Sportverein 90 e.V.


Ein Dreier der Moral des Teams

 

In einer über 90 Minuten gutklassigen und bis zum Ende hochspannenden Partie hatte
schlussendlich nicht das fußball-technisch bessere, sondern das leidenschaftlich kämpfende und effektivere Team drei Punkte auf der Habenseite. Die spielerisch überlegenen Gastgeber versäumten vor allem vor der Pause, aus diesem Übergewicht Zählbares zu machen. Da geriet der in die Defensive gedrängte Gast auf dem nassen und rutschigen Geläuf in einige Verlegenheiten, doch der DSC „verpasste” es, zwingende Chancen aus seiner Überlegenheit zu „erwirtschaften”. Nerchau konnte den zweimaligen Rückstand egalisieren, startete mit einer 20-Sekunden-Führung in die 2.Halbzeit und hatte sich nach der Pause wesentlich besser auf Spiel und Gegner eingestellt. Der DSC verschliss sich auch deshalb im halbstündigen Kampf um den Ausgleich, hätte in der Nachspielzeit auch noch in ein regelrechtes Desaster schlittern können, was den Kräfteverhältnissen beider Teams nicht gerecht geworden wäre.

 

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Leidenschaft & Emotion

 

Ein von beiden Seiten leidenschaftlich geführtes Match mit vielen emotionalen Momenten sorgte für einen unterhaltsamen und bis zum Schlusspfiff spannenden, ja sogar dramatischen Fußball-Samstag-Nachmittag. Am Ende blieben die Emotionen bei
96 Minuten Spielzeit auf dem Fußballplatz - nach der Partie war so manches während der Partie aufgeheizte Gemüt schnell wieder bei der vernünftigen Sachlichkeit angelangt. Das stark verjüngte Team der Mediziner begann sofort sehr engagiert und druckvoll, verbuchte nach einem Freistoß mit Kopfball von der Strafraumgrenze die erste nennenswerte Offensivaktion (4.). Nach Rößler's verletzungsbedingtem Ausscheiden mussten die Gäste ihre taktische Grundformation ändern (18.). Die Platzherren forcierten nun ihre Angriffsbemühungen. Nach einem Sololauf eines Zschadraßer Akteurs von außen in den Nerchauer Strafraum konnte D.Schmidt dessen Torschuss noch rechtzeitig blocken (24.). Danach rückte Nerchaus Keeper Henne immer mehr und öfter in den Mittelpunkt: Zunächst bügelte er aufmerksam den Fauxpas eines seiner Vorderleute aus (27.), bevor er mit einer wahren Glanztat einen Freistoß der Gastgeber von der Strafraumgrenze aus dem Dreiangel fischte (38.). Den Gästen gelang in der ersten Spielhälfte offensiv rein gar nichts, erst unmittelbar vor der Pause hatte M.Polzer eine allerdings dicke Kopfballchance aus Nahdistanz nach Flanke Ronneburg (45.). Nach der Halbzeitpause präsentierten sich die in Halbzeit eins nur (fußball-neu-deutsch) „tief verteidigenden” Gäste „defensiv höher" und verbesserten damit nicht nur ihr Defensivspiel, sondern waren offensiv präsenter (M.Polzer/48.; Reimer/51.). Grundsätzlich aber blieb Zschadraß das druckvollere und überlegene Team. So gesehen stellte die NSV-Führung per Foulelfmeter (66.) den Spielverlauf quasi auf den Kopf, die Elfer-Entscheidung war vielleicht umstritten, aber durchaus regelkonform. Zschadraß zog nun alle Register, kämpfte mit höchster Leidenschaft um den Ausgleich. Nerchau verteidigte mit ebenbürtiger Leidenschaft die eigene Führung und kassierte dafür nahezu unzählige Freistöße und Eckbälle. Die Gefahr war permanent, doch gelang es den vielbeinig verteidigenden Gästen, diese Gefahr weitestgehend aus dem eigenen Strafraum zu verbannen. Im Ernstfall stand im Nerchauer Tor ein an diesem Tag schier unüberwindbarer Kevin Henne, der nach 86 Minuten den zweiten „Unhaltbaren” entschärfte, als er einen Hammerschuss von der
Strafraumgrenze über die Querlatte lenkte.

 

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Eine lange Zeit offenens Derby

 

Das Derby zum Saisonauftakt lockte einige Zuschauer mehr als gewöhnlich auf den Nerchauer Sportplatz. Diese sahen zunächst eine ehrgeizigere und engagiertere Dürrweitzschener Elf, während die Platzherren in der ersten Halbzeit sehr zurückhaltend und reserviert auftraten. Mit einem Schuss aus ca. 35m Entfernung prüfte T.Höhme zumindest erst einmal die Aufmerksamkeit von Henne im Nerchauer Kasten (10.). Der musste sich nur 2 Minuten später nach einem Kupfer-Freistoß von außen schon etwas mehr strecken, um den Ball über die Querlatte zu lenken. Als Kupfer über halblinks in aussichtsreicher Position in den NSV-Strafraum lief verkürzte Henne im Herauslaufen gekonnt den Aktionswinkel und verhinderte somit eine ernsthaftere Torchance der Gäste (23.). Und als in der Folgeminute die fleißigen und agilen Gäste von der Grundlinie scharf nach innen passten verhinderte D.Schmidt mit beherztem Einsatz eine mögliche Torchance für den FSV. Zumindest in der Defensivarbeit agierte der NSV angesichts der „Warnschüsse” von nun an außerhalb des „Stand-by-Modus”, in der Offensive hingegen blieben die Gastgeber allerdings weiter in Ansätzen stecken - in der Konsequenz nahezu Alles schuldig! Als C.Schmidt nach der Pause zumindest erst einmal einen FSV-Abwehrschnitzer zu einer Chance nutzte und freistehend aus 16m das Tor nur knapp verfehlte (48.) war das wie ein kleines Wecksignal. Nach M.Polzer's Eckball auf „kurz” streifte C.Schmidt's Kopfball nur das Außennetz (54.). Auf der Gegenseite verfehlte Friedrich mit einem verdeckten Schuss von der Strafraumgrenze das NSV-Tor knapp (56.), bevor das Duo M.Polzer/C.Schmidt einen beeindruckenden Spielzug mit dem Führungstreffer für die Platzherren krönte (60.). Damit war der Fehde-Handschuh geworfen und eine belebte letzte halbe Stunde des Matches eingeleitet. Die Gäste haben nach Abstimmungsfehler im Nerchauer Abwehrzentrum die Möglichkeit zum Ausgleich (63.), dann lässt der NSV durch Schönherr (64./allein vorm Keeper) eine „100%-ige” liegen. Als C.Schmidt auf engstem Raum an der Grundlinie drei Gegen-spieler narrt und für Schönherr auflegt reagiert Bloi im FSV-Tor schon im Liegen großartig und lenkt den Schuss aus Nahdistanz irgendwie noch über das Tor (67.). Nachdem die Obstländer einen Überzahl-Konter nur an den Außenpfosten setzen (82.) gelingt dem NSV der spielentscheidende Angriffszug zum 2:0 (84.).

 

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